Häuser und Wohnungen in München — © Gerade in München muss man bei der Wohnungssuche besonders geschickt sein
Gerade in München muss man bei der Wohnungssuche besonders geschickt sein

Wohnen in München: Melde-Portal gegen Leerstand und Zweckentfremdung geplant

Das Sozialreferat will künftig Bürger dazu bringen, leerstehende oder zweckentfremdete Wohnungen auf einem eigens eingerichteten Portal zu melden. Dabei handelt es sich nicht wirklich um eine Neuerfindung.

 

 

München hat ein Problem. Und zwar ein starkes Problem was bezahlbaren Wohnraum bzw. Wohnraum generell betrifft. Immer mehr Menschen kommen in die bayerische Landeshauptstadt und benötigen Wohnungen. Da kommt die Stadt mit dem Bauen kaum hinterher.

 

Negativ wirkt sich darauf zudem aus, dass Personen, die rein theoretisch Wohnraum zur Verfügung stellen könnten, diesen oft nicht freizugänglich auf dem Wohnungsmarkt anbieten. Medizintouristen oder Wohnungsinserate über Airbnb werden hier beispielsweise oft bevorzugt.

 

Eine private Initiative Namens „Leerstandsmelder089“ hat es sich in den letzten Jahren bereits zur Aufgabe gemacht, Bürgern die Möglichkeit zu geben, leerstehende Wohnungen und Gebäude in München zu melden.

 

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Jetzt will das Sozialreferat anscheinend auf diesen Zug aufspringen. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, soll ab 2018 ein Portal online gehen, dass Bürgern die Möglichkeit gibt, sowohl leerstehenden als auch zweckentrfremdeten Wohnraum zu melden und zwar anonym. Ganze drei Stellen will man offenbar für diese Tätigkeit besetzen.

 

Im Klartext heißt das also: Die Stadt gibt ihren Bürgern die Möglichkeit, Nachbarn oder andere Mitbürger anonym anzuschwärzen. Eine heikle Angelegenheit. Zum einem mag es ja stimmig und richtig sein, dass Zweckentfremdung und leerstehende Immobilien in einer Stadt mit so knappen Wohnraum bekämpft werden sollte. Auf der anderen Seite sollte jeder selbst entscheiden, ob er es für richtig hält, dass die Stadt München mit einem „Petz-Portal“ online geht.

 

 

lus

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