
Tölzer Landkreis: Ab 2016 werden nur noch eckige Mülltonnen geleert
Bad Tölz-Wolfratshausen: Ab kommendem Jahr werden in dem oberbayerischen Landkreis nur noch eckige Restmüll-Tonnen entleert. Was nach Schikane klingt, hat aber in Wirklichkeit mit der Gesundheit der Müllabfuhr-Mitarbeiter zu tun.
Ab 2016 werden in dem Tölzer Landkreis nur noch die eckigen Restmüll-Tonnen ausgeleert. Der Grund dafür ist eigentlich recht plausibel: Die alten runden Restmüll-Tonnen haben keine Räder und müssen von den Mitarbeitern der Müllabfuhr zu dem Lastwagen getragen, geschoben, oder gezerrt werden. Das geht der Berufsgenossenschaft scheinbar so sehr gegen den Strich, dass sie mit Bußgeldern droht, wenn die sogenannte Lastenhandhabungsverordnung nicht umgesetzt wird. Bei bis zu 1000 Tonen, die am Tag geleert werden müssen sei das eine deutliche Zusatzbelastung. Eine Maßnahme für den Arbeitsschutz also, die sich noch in anderen Facetten äußert.
So teilte das zuständige Abfallwirtschaftsunternehmen WGV außerdem mit, dass die alten Mülltonnen nicht so stabil an den Mülllastern hängen blieben, wie die neueren eckigen Behälter. Somit würde mit der neuen Regelung auch das Risiko von Arbeitsunfällen durch herabfallende Tonnen sinken.
Für die betroffenen Bürger heißt das, sie müssen sich spätestens bis Januar eine neue Restmüll-Tonne organisieren, sofern sie noch eine runde Tonne nutzen. Wer keine kaufen möchte, kann auch auf ein Mietmodell zurückgreifen, für 2,40 Euro im Jahr. Mehr Informationen dazu finden Sei auch hier.
Verboten seien die alten runden Tonnen ohnehin schon seit Jahren. Man habe sie nur geduldet bis die alten kaputt gehen. Das Problem ist allerdings, dass sie kaum klein zu kriegen sind, heißt es im Münchner Merkur:
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