
Organisierte Kriminalität in Bayern verursacht 308 Millionen Euro Schaden
Am Montag wurde das gemeinsame Lagebild 2017 des Bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) und der Generalstaatsanwaltschaft in München veröffentlicht. Der Bericht umfasst Daten zur Organisierten Kriminalität (OK) in Bayern.
Im Jahr 2017 wurden insgesamt 905 Tatverdächtige erkannt. Am aktivsten sind Täter im Bereich der Rauschgiftkriminalität, dann in Schleusendelikten, dies geht aus dem Bericht hervor. An dritter Position finden sich Straftaten im Bereich der Kriminalität im Wirtschaftsleben. Beispiele hierfür ist der „Callcenterbetrug“, bei dem „falsche Polizeibeamte“ zumeist ältere Menschen um ihr Erspartes brachten. Die meisten Straftäter stammten 2017 aus Deutschland, gefolgt von Syrien und Rumänien.
Die Organisierte Kriminalität hat im vergangen Jahr in Bayern einen Schaden von rund 308 Millionen Euro verursacht. Bei deren Bekämpfung belegt Bayern im Bundesvergleich seit mehreren Jahren eine Spitzenposition: mit 76 Ermittlungsverfahren gegen Tätergruppen wurde die zweithöchste Anzahl an Strafverfahren in Deutschland geführt. Durch die Verfahren konnten bisher 43,8 Millionen Euro an illegal erhaltenem Vermögen sichergestellt werden.
Seit mehreren Jahren ist erkenntlich, dass die Kriminellen immer öfter transnational agieren, weshalb auch die Sicherheitsbehörden international zusammenarbeiten müssen. 84% der Straftaten im Bereich der organisierten Kriminalität hatten 2017 einen länderübergreifenden Bezug.
Ziel des Landeskriminalamtes ist es, Hintermänner und deren internationale Vernetzung zu identifizieren und eine strafrechtliche Verfolgung zuzuführen. Anschließend soll der illegale Gewinn der Tatverdächtigen schnell und umfassend aus dem Verkehr zu ziehen.
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