Wiesn-Streife: Die Polizei unterwegs auf dem Oktoberfest

Oktoberfest 2018: Die Polizeiberichte vom zweiten Montag

Mit etlichen Einsatzkräften, Überwachungskameras und Co. sorgt die Münchner Polizei für die Sicherheit auf dem Oktoberfest. Hier die Berichte der Wiesn-Wache vom zweiten Montag.

 

Resumee zum vierten Twittermarathon

 

Zum vierten Mal fand am Freitag unter dem Hashtag „Wiesnwache“ ein zwölfstündiger Twittermarathon der Münchner Polizei zum Münchner Oktoberfest statt. Neben aktuellen Einsätzen, wurden über Präventionsthemen, sowie die gute und enge Zusammenarbeit der unterschiedlichen Blaulichtorganisationen vor Ort getwittert. Der Twittermarathon wurde allerdings wegen des Körperverletzungsdeliktes mit Todesfolge abgebrochen. Bis dahin verlief, wie bereits in den letzten Jahren, der Hashtag Wiesnwache außerordentlich erfolgreich.

 

 

Familienzusammenführung in der Wiesn-Wache

 

Am Sonntag brachte eine Frau ein kleines Mädchen auf die Wiesn-Wache, welches sie ohne Begleitperson entdeckt hatte. Es stellte sich heraus, dass das Mädchen 4 Jahre alt ist und mit drei Geschwistern und den Eltern auf die Wiesn gefahren war. Einige Minuten später brachten Wiesnbesucher dann einen 7- jährigen Buben zur  Wiesn-Wache, der seine Eltern offenbar auch verloren hatte. Schnell stellte sich heraus, dass es sich bei den Kindern um Geschwister handelte. Einige Zeit später kam schließlich die Mutter der beiden aus zur Wiesn-Wache und gab an, dass sie ihre Kinder suchen würde. Die Mutter erklärte, dass sie ihre jüngste Tochter auf dem Arm gehalten habe, als sich die 4-Jährige offenbar von den Eindrücken überwältigt von ihrer Hand losriss und weglief. Während der Suche war dann schließlich ihr Sohn auch noch verloren gegangen. Die Familie aus dem Landkreis Traunstein konnte wieder vereint die Heimreise antreten.

 

Faustschlag: Mitarbeiter der U-Bahnwache angegriffen

 

Am Sonntag kam es am U-Bahnhof Theresienwiese zu einem verbalen Streit zwischen zwei Oktoberfestbesuchern. Ein 39-jähriger Mitarbeiter der U-Bahnwache wollte schlichtend eingreifen. Dabei drehte sich ein 21-Jähriger aus dem Landkreis München unvermittelt um und verpasste ihm einen Faustschlag ins Gesicht, woraufhin er sofort handlungsunfähig zu Boden ging. Der 39-Jährige erlitt eine Platzwunde. Gegen den 21-Jährigen wurde eine Anzeige wegen Körperverletzung erstellt.

 

12-Jährige wird betrunken ins Krankenhaus gebracht

 

Ein 70-Jähriger aus dem Münchner Landkreis hatte die 12- jährige Tochter eines Mitarbeiters am Sonntag, 30.09.2018 mit auf das Oktoberfest genommen. In seinem Beisein durfte sie Bier trinken und auf dem Nachhauseweg verloren sie sich aber aus den Augen. Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes fiel die offensichtlich alkoholisierte 12-Jährige auf und sie übergaben sie an den Rettungsdienst, der sie in ein Krankenhaus brachte. Ein Bericht an das Jugendamt wurde erstellt.

 

Betrunkener Wiesn-Gast verwechselt Container des Sicherheitsdienstes mit Toilettencontainer

 

Nachdem ein 25-jähriger Ungar ausgiebig auf dem Oktoberfest gefeiert hatte, suchte eine Toilette auf. Hierbei übersah er aber, dass es sich nicht um einen Toilettencontainer, sondern um einen Container eines Sicherheitsunternehmens handelte. In dem Container entwendete er zwei Funkgeräte. Als er den Container verließ, wurde er von Mitarbeitern des Sicherheitsdienstes aufgehalten und sie übergaben ihn der Polizei. Er wurde wegen des Diebstahles angezeigt, musste eine Sicherheitsleistung zahlen und danach wurde er wieder entlassen.

 

Wiesn-Besucher wird durch Faustschlag schwer verletzt

 

Am Freitag verließ ein 18- jähriger Münchner mit einem Freund das Oktoberfest. Auf dem Weg zur Hackerbrücke wurden sie auf vier junge Männer aufmerksam, die versuchten, einen Rettungswagen aufzuschaukeln. Als sie die Männer aufforderten damit aufzuhören, drehte sich einer der Beteiligten um und verpasste dem 18-Jährigen einen Faustschlag ins Gesicht. Aufgrund der Wucht des Schlages schlug dieser mit dem Hinterkopf auf den Boden auf. Sofort kamen Passanten zu Hilfe und verständigten den Rettungsdienst.

 

Der 18-Jährige wurde mit schweren Kopfverletzungen in einem Münchner Krankenhaus aufgenommen. Der bislang unbekannte Täter flüchtete mit seiner Gruppe in Richtung Hackerbrücke. Die Polizei wurde erst durch das Krankenhaus verständigt.

 

Täterbeschreibung:

Männlich, ca. 24-27 Jahre alt, ca. 180 cm groß, kurze, ca. 3 mm lange Haare, Drei-Tage-Bart, kantiges/eckiges Gesicht, sprach hochdeutsch. Bekleidet mit blau-weiß-kariertem Hemd, Lederhose und beiger Strick-Trachtenjacke.

 

Zeugenaufruf:

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten sich sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 24, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen. Nach Angaben von Zeugen, befanden sich mehrere Passanten vor Ort, darunter auch Ärzte, welche Erste-Hilfe leisteten. Diese Personen werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

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