
Mordversuch wegen Hausverbot: Messerattacke auf Gastwirt
Ein 44-jähriger Mann stürmte vergangenen Mittwoch in eine Gaststätte in der Landsberger Straße im Westend. Ohne Vorwarnung griff er daraufhin den Wirt an und stach ihm mit einem Messer gegen den Hinterkopf. Jetzt muss er sich wegen versuchten Mordes verantworten.
Am Mittwoch gegen 20.30 Uhr, betrat der Mann eine Kleingaststätte in der Landsberger Straße. Kurz darauf ging er auf den 42-jährigen Gastwirt los, der mit dem Rücken zum Täter stand. Der Tatverdächtige griff den Wirt mit einem Messer an und stach ihm gegen den Hinterkopf. Das Opfer konnte sich dennoch mit einem Sprung über die Theke vor weiteren Angriffen schützen und floh in ein anderes Lokal. Weitere Lokalbesucher hielten den Angreifer fest, diesem gelang dennoch die Flucht. Dank mehrerer Zeugenaussagen konnte der Täter wenig später von Polizeibeamten festgenommen werden.
Der Angegriffene erlitt eine schwere Verletzung am Kopf und wurde zur ambulanten Behandlung in eine Münchner Klinik eingeliefert. Ursache der Tat war ein in der Vergangenheit erhängtes Lokalverbot. Der Montageschlosser belästigte und beleidigte bereits mehrfach den Wirt, dessen Ehefrau und andere Gäste. Offensichtlich reichte dem Tatverdächtigen dies für einen Mordversuch.
Das Messer, welches als Tatwaffe diente, konnte bereits sichergestellt werden. Der Schlosser wurde heute dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ, dem Antrag des Staatsanwaltes entsprechend, Haftbefehl wegen versuchten Mordes gegen den 44-jährigen.
dw