
Hugendubel-Umbau: Marienplatz gesperrt
Ab jetzt ist der Marienplatz gesperrt. Grund dafür ist der Umbau des Hugendubel-Gebäudes. Bis Sommer 2017 soll an dem Haus gearbeitet werden und so lange bleibt der Marienplatz auch dicht. Ein erster Praxistest, denn der Stadtrat will die Fußgängerzone am Marienplatz sowieso bis zum Alten Rathaus erweitern.
Ab sofort wird sich am Marienplatz einiges ändern. Seit Montag, 15. Februar, ist er nämlich gesperrt. Einige freut das, aber die meisten leiden. Vor allem die Verlegung der Bushaltestelle hat zu viel Protest geführt. Die Linie 52 fährt nur noch ab und bis Isartor. Münchner, die zum Marienplatz wollen, sollten auf die S-Bahn ab Isartor umsteigen, oder zu Fuß durch das Tal gehen.
Auch die Taxis betrifft die Sperre am Marienplatz. Sie dürfen hier nicht mehr auf ihre Kundschaft warten. In den kommenden Monaten werden sie sich im Tal, am Rindermarkt, im Rosental und in der Dienerstraße verteilen. Allerdings steht hier noch eine Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs aus. Ein Unternehmer hatte nämlich per Eilantrag versucht, das Stellverbot für den Marienplatz zu verhindern. Vor Gericht hatte der Antrag keinen Erfolg – jetzt steht die Entscheidung der nächsten Instanz an.
Radler können ihre Wege jetzt auch nicht mehr über den Marienplatz uneingeschränkt abkürzen. Von 22 bis 8 Uhr ist der Durchlass vom Rindermarkt zum Marienplatz geöffnet. Außerhalb dieser Zeit dürfen die Radler hier nicht durchfahren. Hier müssen Umwege über Oberanger, Rosental, Viktualienmarkt, Residenzstraße, Hofgraben, Pfisterstraße und Sparkassenstraße eingeplant werden. Kontrollen der Stadt sollen dafür sorgen, dass die Radler sich an das Verbot halten. Die Rikschafharer bleiben vorerst am Fischbrunnen, bis geklärt ist, wo sie künftig stehen sollen.
Für die Stadt ist die temporäre Sperrung am Marienplatz ein Praxistest. Der Stadtrat will die Fußgängerzone sowieso in den nächsten Jahren bis zum alten Rathaus erweitern.