Feldkirchen: Jagdverein warnt vor Wildunfällen

Der Bayerische Jagdverein (BJV) in Feldkirchen warnt vor vermehrtem Wildwechsel auf den Straßen rund um München im Herbst.

Dadurch steigt die Gefahr für Unfälle zwischen Autofahrern und Tieren.

Des Futters und der Wohnung beraubt

Der Grund für das vermehrte Auftauchen von Tieren, die im Herbst die Straßen überqueren liegt darin, dass wenn die Tage kürzer werden auch die Bauern ihre Felder abernten.

„Nach der Ernte ändert sich der Lebensraum für Reh, Hase und Fasan abrupt und drastisch“, erklärt der Bayerische Jagdverein. „Innerhalb weniger Stunden stehen nur noch Stoppeln auf den Feldern, wo es vorher Äsung in Hülle und Fülle und sichere Deckung gab. Nun wird auch auf den Feldern der letzte Silomais gehäckselt. Der Tisch ist abgeräumt – die Wohnung weg! Schlagartig ihrer Nahrungsgrundlage beraubt, kommt es bei den Wildtieren zu einer Notsituation, dem sogenannten Ernteschock.“

 

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Überlebenswanderung

Da die Tiere so schnell obdachlos und hungrig werden, legen sie in den Herbstmonaten häufig weite Wege zurück, um neues Futter und neuen Schutz zu finden.

Deswegen kommt es von September bis Dezember oft zu Begegnungen zwischen Autofahrern und Tieren, die die Landstraßen überqueren. Und wenn eines über die Straße läuft, folgen in den meisten Fällen weitere Tiere, die sich in so einer Futter-Reisegruppe zusammengeschlossen haben.

Das kann zu jeder Tageszeit passieren, am häufigsten kommen Wildwechsel aber in den frühen Morgenstunden und in der Abenddämmerung vor.

Deswegen empfehlen die Jagd- und Forstexperten, jetzt besonders im Bereich von Wäldern und Feldern die Aufen offen zu halten, den Abstand zu erhöhen, langsamer fahren und bremsbereit zu bleiben.

 

Was tun, wenn es kracht?

Wenn sich der Zusammenstoß mit einem Tier nicht vermeiden lässt, dann das Steuer festhalten, nicht versuchen auszuweichen und kontrolliert bremsen.

In jedem Fall sollte ein Fahrer im Herbst die Ränder der Straße im Auge behalten. Wenn sich etwas bewegt, dann sofort stehen bleiben.

Sollte es trotzdem zum Unfall kommen, muss das dem zuständigen Förster gemeldet werden.

adc / bjv

 

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