
Fanstreit bedroht Existenz des Jackson-Denkmals
Der Streit zwischen den Fan-Gruppen bedroht das Michael-Jackson-Denkmal vor dem Bayerischen Hof. Das Kultusministerium sprach beiden Parteien eine letzte Verwarnung aus – ansonsten droht das Aus.
München – Ein Streit zwischen Fan-Gruppen bedroht das Michael-Jackson-Denkmal vor dem Bayerischen Hof in München. Beleidigung, Verleumdung, Diebstahl, Nötigung, Sachbeschädigung, Bedrohung, sogar gefährliche Körperverletzung – wegen all dem hat die Polizei nach Informationen des Münchner Merkur schon ermittelt. Das Kunstministerium hat den Gruppierungen nun eine letzte Verwarnung ausgesprochen und eine «friedliche Koexistenz» gefordert, wie ein Ministeriumssprecher am Mittwoch sagte. «Das ist nötig, damit das Denkmal weiter geduldet werden kann.»
In einem Schreiben an die zerstrittenen Michael-Jackson-Fans erklärt das Kultusministerium, nach Einschätzung der Polizei sei eine „Vermittlung“ zwischen den Gruppen „nicht möglich“. Beide Seiten beanspruchten das alleinige „Besitzrecht“ an dem Sockel, der ihnen nicht gehört. „Sollte die friedliche Koexistenz der beiden Fangruppierungen am sogenannten Michael-Jackson-Memorial nicht möglich sein“, heißt es in dem Schreiben ausdrücklich, „ist leider die dauerhafte Entfernung des Memorials erforderlich“.
Zuvor sei das Ministerium von der Polizei und der Regierung von Oberbayern über Auseinandersetzungen an dem Denkmal informiert worden. Die Fälle seien der Staatsanwaltschaft übergeben worden, sagte ein Polizeisprecher.
make /dpa