In der Metall- und Elektroindustrie wird dringend nach Auzubildenden gesuch

Bayerns Metall- und Elektroindustrie rechnet mit Ausbildungsrekord

Die bayerische Metall- und Elektroindustrie steuert auf einen Ausbildungsrekord in diesem Jahr zu.

 

Nach 14 700 neuen Ausbildungsverträgen im vergangenen Jahr dürfte die Zahl in diesem Jahr um 1,6 Prozent und damit auf einen Höchstwert zulegen, teilten die Arbeitgeberverbände bayme und vbm am Mittwoch in München mit. Dass die Betriebe nicht noch mehr ausbilden, liege laut einer Umfrage an einer großen Unsicherheit über die weitere Konjunkturentwicklung, erklärte der Hauptgeschäftsführer der Verbände, Bertram Brossardt. Fast 45 Prozent der Betriebe, die ihre Lehrstellen nicht alle besetzen konnten, begründeten dies zudem mit dem Fehlen geeigneter Bewerber.

 

Jugendliche hätten beste Chancen auf dem bayerischen Ausbildungsmarkt, müssten aber auch fit für neue Anforderungen gemacht werden, betonte Brossardt. Als Beispiel nannte er die Digitalisierung. „Azubis in der Metall- und Elektroindustrie müssen sich verstärkt mit technologischen Trends auseinandersetzen. Auch die Medienkompetenz ist eine wichtige Schlüsselqualifikation, die in nahezu allen Ausbildungsberufen benötigt wird.“

 

Der Umfrage zufolge ist die Zahl der unbefristeten Übernahmen von Auszubildenden zurückgegangen. Während 2014 noch knapp 60 Prozent der Unternehmen ihren Azubis nach der Ausbildung einen unbefristeten Arbeitsvertrag angeboten hätten, dürften dies im laufenden Jahr der Umfrage zufolge nur noch 45 Prozent tun. Insgesamt sei die Übernahmequote der Branche in Bayern aber gut, erklärte Brossardt. Im vergangenen Jahr erhielten insgesamt 96 Prozent der jungen Leute eine unbefristete oder befristete Stelle in ihrem Ausbildungsbetrieb.

 

rg / dpa

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