Di., 09.08.2016 , 13:36 Uhr

Pferd geschändet – Peta setzt 1.000 Euro Belohnung aus

Pferdeschänder in Chieming gesucht: PETA setzt 1.000 Euro Belohnung für Hinweise aus. Am 3. August fand eine Pferdebesitzerin eine tiefe Schnittwunde am Hals ihres Ponys. Der Tierschutzbund mahnt Pferdebesitzer zur Vorsicht.

 

Es ist ein abscheuliches Verbrechen: Am 3. August meldete eine Pferdebesitzerin aus Chieming, dass sie bei ihrem Pony eine Schnittwunde am Hals entdeckte. Bereits im April wurde dem Tier eine ca. 15 cm lange Schnittwunde im Genitalbereich zugefügt. Derzeit geht die Halterin, die den Vorfall der Polizei meldete, von einem unbekannten Täter aus, der das Tier absichtlich verletzte. Die Polizeiinspektion Traunstein ermittelt und nimmt unter der Telefonnummer 0861 98 73 0 Zeugenhinweise entgegen.

 

Um die Suche nach dem Täter zu unterstützen, setzt die Tierrechtsorganisation PETA nun eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise aus, die zur Ermittlung und Überführung des Tierquälers führen. Zeugen, die Informationen beisteuern können, haben ebenso die Möglichkeit, sich telefonisch unter 01520 7373341 oder per E-Mail an PETA zu wenden – auch anonym.

 

Derzeit ist nicht auszuschließen, dass mehrere Täter an der Tierquälerei beteiligt waren. Täter, die sich in dieser Art und Weise an Pferden vergehen, werden als sogenannte „Pferderipper“ bezeichnet.

 

Die Tierrechtsorganisation PETA rät Pferdehaltern zur besonderen Aufmerksamkeit, wenn ein „Pferderipper“ umgeht. Die Tiere sollten, sofern möglich, nachts nicht auf der Koppel stehen, sondern in einer sicheren, bestenfalls mit Videokameras ausgestatteten Stallung untergebracht werden. Alle Zugänge sollten gesichert und abgesperrt sein. Zudem wird geraten, Kontrollgänge nach Möglichkeit zu unregelmäßigen Zeiten durchzuführen. Aus Sicherheitsgründen ist es dabei ratsam, diese mit mindestens zwei Personen zu unternehmen und Mobiltelefone bei sich zu tragen. Verdächtig erscheinende Personen in der Umgebung sollten unbedingt der nächsten Polizeidienststelle gemeldet werden, ebenso Personen, die bereits in der Vergangenheit durch ihr Verhalten aufgefallen waren.

 

Fälle von Tierquälerei werden täglich in Deutschland aufgedeckt. Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Da es sein könnte, dass sich Menschen, die zu so einer Tat im Stande sind, möglicherweise als nächste Opfer Menschen aussuchen. So ließ der als „Rhein-Ruhr-Ripper“ bekannte Serienmörder Frank Gust seine perversen Fantasien zunächst an Pferden, Schafen und Rindern aus, bevor er vier Frauen auf exakt dieselbe Weise tötete´, wie zuvor die Tiere.

 

sk

 

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