Mo., 23.05.2016 , 09:46 Uhr

Mit Feuerschale im Gartenhaus - 60-Jähriger stirbt an Vergiftung

Rosenheim – Eine Feuerschale in seinem Gartenhaus ist für einen 60-Jährigen in Oberbayern zur tödlichen Falle geworden. Die Leiche des Mannes sei am Samstag von Angehörigen in einer Gemeinde im Landkreis Rosenheim entdeckt worden, teilte die Polizei am Sonntag mit.

 

Die bisherigen Ermittlungen deuten auf eine Kohlenmonoxidvergiftung hin. Der 60-Jährige hatte am Freitagabend eine Feuerschale angezündet und diese später am Abend mit in sein Gartenhaus genommen, in dem er anschließend übernachtete. Auch ein sofort alarmierter Notarzt konnte den Mann nicht mehr retten.

 

Beamte des Rosenheimer Kriminaldauerdienstes (KDD) übernahmen vor Ort die Ermittlungen. Bisher deuten die Untersuchungen auf eine CO-Vergiftung als Todesursache hin, Hinweise auf eine Fremdbeteiligung ergaben sich keine. Die Ermittlungen in diesem Fall dauern noch an.

 

Polizei und Feuerwehr warnen:

Immer wieder kommt es zu tödlichen Unfällen mit Kohlenmonoxid. Das geruchs- und geschmacklose Gas entsteht bei der Verbrennung und ist hochgiftig. Neben einer fehlerhaften Verbrennung in Gasthermen, dem Betreiben von Gasstrahlern oder -pilzen in geschlossenen Räumen, sind besonders auch das Grillen mit dem Holzkohlegrill oder sonst ein größeres offenes Feuer in geschlossenen Räumen nicht nur leichtsinnig, sondern auch lebensgefährlich!

 

Erst vor einigen Tagen waren mehrere Personen mit einer Vergiftung in ein Krankenhaus gekommen, weil sie Ihren Grill in einem Wintergarten stellten, um dessen Restwärme zu nutzen.

 

 

dpa / pm

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