
Agrarminister der Länder stimmen für Krisenhilfe an Bauern
Mit einer Verdopplung der Bund-Zuschüsse und einem Liquiditätsprogramm sollen die Bauern unterstützt werden. Der Milchpreis-Verfall soll so gestoppt werden und Schäden durch den Dürre-Sommer ausgeglichen werden.
Fulda/München – Die Agrarminister der Länder haben sich auf Krisenhilfe für die vom Preisverfall gebeutelten Milchbauern verständigt. Das berichtete Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) am Freitag nach dem Ende des Treffens in Fulda. «Es hat ein glückliches Ende genommen. Der Vorschlag Bayerns ist einvernehmlich und einstimmig angenommen worden», sagte Brunner der Deutschen Presse-Agentur in München.
Die von der EU zur Verfügung gestellten 69,2 Millionen Euro sollen für Zinsverbilligungen und Bürgschaften verwendet werden, wie Brunner sagte. «Es wird ein Liquiditätsprogramm geben, um existenzbedrohte Betriebe zu unterstützen.»
Doch das ist nicht alles: «Wir fordern den Bund auf, dass die Zuschüsse zur landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft von 100 auf 200 Millionen Euro verdoppelt werden sollen. Das würde allen Betrieben helfen», sagte Brunner. «Denn wir haben nicht nur auf dem Milchmarkt Probleme, sondern auch bei Schweinefleisch hat es einen Preisverfall gegeben. Viele Betriebe haben unter Dürreschäden zu leiden.»
dpa/mk