
Unfallstatistik: Alle zwei Wochen ein Verkehrstoter in München
Zwar gehört die Landeshauptstadt München zu den Spitzenreitern in Europa, wenn es um die Verkehrssicherheit geht, dennoch stirbt knapp alle 14 Tage ein Verkehrsteilnehmer auf unseren Straßen. Wir haben die wichtigsten Zahlen und Fakten für Sie.
Die guten Nachrichten vorweg: Laut der polizeilichen Statistik ist die Gesamtanzahl der Verkehrsunfälle in München immerhin um 1% gesunken. Im vergangenen Jahr wurden demnach 54.563 Unfälle in München registriert.
Mehr Verletzte und Verkehrstote
Leider ist allerdings bei den Verletzten und Schwerverletzten jeweils ein Anstieg von 2% zu verzeichnen. 13 Fußgänger, sieben Radfahrer, sieben Pkw-Insassen und zwei Fahrer von motorisierten Zweirädern verloren bei Verkehrsunfällen ihr Leben, auch das ist ein Anstieg um zwei Todesopfer im Vergleich zu 2013.
Statistisch gesehen ereignete sich folglich alle 9 Minuten ein Verkehrsunfall. Ca. alle 1 ½ Stunden kam bei einem Unfall ein Mensch zu Schaden, alle 11 Stunden verunglückte ein Mensch bei einem Verkehrsunfall schwer und etwa jede zweite Woche starb ein Mensch auf unseren Straßen.
Deutlicher Rückgang bei Raser-Unfällen
Die durch nicht angepasste sowie überhöhte Geschwindigkeit verursachten Unfälle gingen um 29% zurück auf 449. Laut Polizei greifen hier die Kontrollaktionen, wie der Blitzermarathon und Co. Dieser Rückgang dürfe laut Polizei jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass 11 Menschen durch überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit ihr Leben verloren haben, weshalb man den Geschwindigkeitsüberschreitungen auch künftig ein besonderes Augenmerk widmen möchte.
Mehr Fahrradunfälle
Bei den Unfällen mit Radfahrern kam es zu einem deutlichen Anstieg um 9% auf 3.022. Die Anzahl der verletzten Radfahrer erhöhte sich um 4% auf 2.453. Vor dem Hintergrund des stetig ansteigenden Radverkehrs will die Polizei die Kampagne „Gscheid radln – aufeinander achten!“ weiter fortführen.
Aggressionsdelikte – dazu zählen unter anderem Körperverletzung im Straßenverkehr, Beleidigung, Bedrohung, Nötigung oder Sachbeschädigung – verringerten sich um 313 auf 2.335. Das sind immer noch sechs Fälle täglich!