
Reiter: Flüchtlings-Unterkunft im Glockenbach in Planung
Auf der Suche nach Unterkünften für Flüchtlinge ist auch das Objekt an der Müllerstraße im Glockenbachviertel wieder ins Gespräch gekommen. Erfolge gibt es in Sachen Bayernkaserne zu vermelden: Dort leben im Moment immerhin 1000 weniger Menschen als noch in der Vorwoche.
Auf der Suche nach Unterkünften für Flüchtlinge ist auch das Objekt an der Müllerstraße im Glockenbachviertel wieder ins Gespräch gekommen. Oberbürgermeister Dieter Reiter hat jetzt vorgeschlagen, sich mit Till Hofmann und der Gruppe von „Goldgrund“ zusammenzusetzen, um sich die verschiedenen Planungen detailliert vorstellen zu lassen.
OB Dieter Reiter:“ Ich freue mich, dass auch meine Fraktion und unser Kooperationspartner im Rathaus, die CSU, sich meinem Vorschlag angeschlossen haben. Mir geht es darum, alle Denkverbote beiseite zu räumen, Ideen aufzugreifen, wenn sie realisierbar sind, und die besten Lösungen zu finden. Deshalb werde ich Till Hofmann und andere Vertreter von Goldgrund zusammen mit den Spitzen der beiden Kooperationspartner zu einem Gespräch einladen. Da geht es um ganz praktische Fragen, wie: Unter welcher Trägerschaft soll so ein Projekt laufen? Wie sieht das Sanierungskonzept aus, wie eine mögliche Finanzierung?“
Die Gruppe Goldgrund um Till Hofmann hat sich angeboten, für eine Nutzung der Müllerstraße ein Konzept zu erarbeiten, um Wohnungen für Flüchtlinge und ein Begegnungszentrum für Menschen aller Kulturen zu schaffen.
Reiter hofft auf „echte Willkommenskultur“
Am Montagvormittag fand außerdem die dritte Sitzung des von Oberbürgermeister Dieter Reiter einberufenen Stabs für außerordentliche Ereignisse (SAE) der Landeshauptstadt statt. Die aktuellen Zahlen belegen: In kürzester Zeit ist es gelungen, vor allem in der Bayernkaserne für Entlastung zu sorgen. Derzeit sind noch 1700 Flüchtlinge dort untergebracht, fast 1000 Menschen weniger als vor einer Woche.
Oberbürgermeister Dieter Reiter:“ Ich möchte mich bei dieser Gelegenheit bei den vielen städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, aber auch allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sehr herzlich bedanken. Sie alle leisten überragende Arbeit und setzen sich mit hohem Engagement ein. Nur mit ihnen allen konnten wir in kürzester Zeit Hunderte von Unterbringungsmöglichkeiten in München realisieren. Jetzt muss es darum gehen, aus dem Krisenmodus heraus eine Struktur zu entwickeln, damit wir den Flüchtlingen statt Notfallplan eine echte Willkommenskultur anbieten können.“
Am Dienstag tagt der bayerische Flüchtlingsrat.
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