
Jeder zehnte Jugendliche hat schon mal gekifft
München – Fast jeder zehnte Jugendliche hat schon mal gekifft. 9,6 Prozent der 12- bis 17-Jährigen weisen „Konsumerfahrung mit Cannabis“ auf, teilte das Deutsche Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters (DZSKJ) mit.
Im Durchschnitt beginnen Jugendliche in Deutschland demnach zwischen dem 14. und 15. Lebensjahr mit dem Konsum von Marihuana oder Haschisch.
„Cannabiskonsum in der Adoleszenz erhöht das Risiko für Schulversagen, für Schul- und Ausbildungsabbruch“, betonte am Donnerstag die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, die derzeit an der Ludwig-Maximilians-Universität in München einen Kongress abhält. Cannabiskonsum in der Jugend erhöhe die Wahrscheinlichkeit späteren Missbrauchs sogenannter harter Drogen erheblich. Allerdings sei die Zahl der Jugendlichen, die regelmäßig Alkohol trinken, zehnmal so hoch wie die Zahl derer, die regelmäßig kiffen.
Die Legalisierung von Cannabis wäre aus Sicht der Psychiater darum ein falscher Schritt. Als Beispiel wurden Gesetze zum Nichtraucherschutz genannt. Seitdem der Gesetzgeber stärker gegen das Rauchen vorgehe und Zigaretten für Jugendliche verbiete, fingen deutlich weniger Kinder zwischen 12 und 13 Jahren mit dem Rauchen an.
(dpa/lby)
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