
Im Münchner Landtag: Grüne fordern Freiheit für Bayerns Kiffer
Im bayerischen Landtag forderten die Grünen ein Ende des Haschisch-Verbots. Laut ihnen seien Konsumenten in Bayern mehr Repressalien ausgesetzt, als die in anderen Bundesländern. Sie wollten, dass bei einem Besitz von unter sechs Gramm von einer Strafverfolgung abgesehen wird. Die CSU-Gesundheitsministerin Melanie Huml erteilte dem eine Absage.
München – Die Landtags-Grünen fordern ein Ende des Haschisch-Verbots in Bayern. Die Drogenpolitik in Deutschland sei gescheitert, kritisierten die beiden Abgeordneten Katharina Schulze und Ulli Leiner am Montag in München. Die Grünen plädieren insbesondere dafür, zunächst den Besitz kleiner Mengen unter sechs Gramm auch in Bayern gar nicht mehr zu verfolgen, wie es im übrigen Deutschland bereits üblich ist.
„Wir sind in Bayern in der unglücklichen Situation, dass Konsumenten von Cannabis stärkeren Repressalien ausgesetzt sind, als es in anderen Bundesländern üblich ist.“ Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) erteilte den Forderungen eine Absage: „Gegen diesen Schritt sprechen schwerwiegende gesundheitliche Risiken“, sagte Huml. (dpa)
Auch FDP für Legalisierung von Marihuana
Andreas Keck, der Vorsitzende der Münchner FDP hatte sich erst vor kurzen gegenüber münchen.tv für die kontrollierte Abgabe von Marihuana und Cannabis ausgesprochen. Er wolle damit der Drogenkriminalität die Geschäftsgrundlage entziehen, die Polizei entlasten und mündigen Bürgern ihre Freiheit lassen, so der Politiker im Gespräch. Er ist der Meinung, dass die bisherige Null-Toleranz-Politik gescheitert sei und fordert deshalb neue Strategien. Beispiele in den USA zeigten, dass eine Legalisierung funktionieren könne.