
Badeunfälle häufen sich: Polizei meldet weitere Todesfälle
Nachdem am Montagabend die Leiche eines Münchners im Starnberger See gefunden wurde, meldet die Polizei nun weitere Todesfälle an Badeseen in der Region. Im Riegsee und im Egelsrieder See kamen eine Frau und ein Mann ums Leben.
Leiche im Starnberger See
Schon wieder mussten Rettungskräfte eine tote Person aus einem See in der Region bergen. Mehrere Badegäste entdeckten am Montagabend die Leiche eines Münchners im Starnberger See. Wie berichtet, konnte der Mann identifiziert werden, weil sein Ausweis am See gefunden wurde. Alle Einzelheiten dazu lesen Sie auch hier.
Frau tot aus Riegsee geborgen (Landkreis Garmisch-Partenkirchen)
Eine 67 Jahre alte Frau konnte im Rahmen einer Suche am Sonntagabend nurmehr tot aus dem Riegsee geborgen werden. Die Obduktion der Toten findet am heutigen Dienstagnachmittag statt. Nach dem Stand der Ermittlungen muss von einem tragischen Badeunfall ausgegangen werden.
Angehörige hatten die 67-Jährige am Sonntagnachmittag als vermisst gemeldet, nachdem die Frau nicht vom Schwimmen im Riegsee zurückgekommen war. Bei der anschließenden Suche sah die Besatzung des eingesetzten Polizeihubschraubers dann einen leblosen Körper im See, der von Helfern der Wasserwacht geborgen wurde. Für die Angehörigen der Vermissten wurde es zur traurigen Gewissheit: Es handelte sich bei der Toten um die gesuchte 67-Jährige. Ärztliche Maßnahmen kamen zu spät. Für die Ermittler der Weilheimer Kriminalpolizei ergaben sich bis jetzt keinerlei Hinweise auf eine Fremdbeteiligung, sie gehen deshalb von einem tragischen Badeunfall aus.
Gestern Abend ertrank ein 77-jähriger Mann aus Marktoberdorf beim Schwimmen im Egelsrieder See
Der Rentner war mit zwei Freunden beim Baden. Gegen 18.00 Uhr gab er an, sich unwohl zu fühlen und schwamm zurück. Kurz vor Erreichen des Ufers sackte er plötzlich zusammen und verlor das Bewusstsein. Seine am Badestrand anwesende Lebensgefährtin zog ihren Mann zusammen mit weiteren Badegästen aus dem Wasser. Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen, gelang es nicht den Mann zu retten. Er verstarb noch am Badeort. Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck hat die Ermittlungen übernommen. Nach ersten Erkenntnissen dürften gesundheitliche Probleme todesursächlich für das Ertrinken des Opfers sein.
In den vergangenen Wochen ereignen sich immer wieder Badeunfälle in der Region. Erst am Donnerstag hatten Rettungskräfte eine Frau tot aus dem Fasaneriesee geborgen.
Präventionshinweise Ihrer Münchner Polizei:
Gerade bei den derzeit heißen Temperaturen lockt es zahlreiche Münchner an die nahegelegenen Badeseen. Bedenken Sie, dass vor allem künstlich angelegte Seen plötzlich steil abfallen können und sie dann nicht mehr stehen können. Gerade Nichtschwimmer sollten sich ausschließlich im überschaubaren Uferbereich aufhalten und nicht alleine ins Wasser gehen. Halten Sie sich am besten in Uferabschnitten auf, welche von Rettungsschwimmern überwacht werden.
Meiden Sie gerade bei großer Hitze den Konsum von Alkohol. Dieser führt oft zu leichtfertigem Verhalten und Selbstüberschätzung. Die offensichtliche Gefahr des Ertrinkens wird nicht mehr richtig eingeschätzt. Beachten Sie die angebrachten Hinweise vor Ort, wie beispielsweise Badeverbote. Springen Sie niemals in Gewässer, deren Tiefe Sie nicht kennen.
(Berichte der jeweiligen Polizeidiesntstellen / pm)